Geschichtenretter Kurt Unger

Herr Kurt Unger hat 1965 bei KRUPP Stahl- und Maschinenbau (später KRUPP Industrietechnik) in der Abteilung Wasserbau (später Fördertechnik) als Konstrukteur angefangen zu arbeiten. Als Konstrukteur war er im weitesten Sinne in der Stahlverarbeitung tätig. Die Erstellung von rechnerischen und zeichnerischen Unterlagen für die Herstellung von Anlagen gehört zu seinen täglichen Aufgaben. Bei Krupp in Rheinhausen waren das im Allgemeinen Hochbauten, Brücken, Schleusen für die Schifffahrt, Riesenbagger für den Braunkohleabbau, riesige Spiegelantennen, Verseilmaschinen und im ganz persönlichen Falle von Herrn Unger, bühnentechnische Einrichtungen und vieles andere mehr.

Für die Ausstellung überlässt Herr Unger uns als Dauerleihgabe Gegenstände die vor der Digitalisierung einen großen Nutzen in seinem Arbeitsalltag für statische Berechnungen hatten. Im Bild oben seht Ihr eine manuell betriebene Rechenmaschine Bauart Brunsviga (rechts), einen Rechenschieber (links), einen Addiator (mitte), einen Sharp-Taschenrechner mit wissenschaftlichen Funktionen (unten) und ein Tabellenbuch von F.G. Gauß. 1990 erhielt Herr Unger die silberne Ehrennadel für die 25-jährige Betriebszugehörigkeit. Dazu gabs auch noch eine Krawatte mit den Kruppringen drauf, die nicht wirklich von ihm getragen aber in allen Ehren gehalten wurde. 1992, 2 Jahre später, wurde er entlassen.

“Bei meiner Entlassung 1992 wurden von der kruppschen Personalabteilung gesundheitliche Gründe angegeben. Die Vertrauensärztin auf dem Arbeitsamt (heute Jobcenter) wollte von mir die gesundheitlichen Gründe erfahren. Da konnte ich lediglich auf mein Sportabzeichen verweisen”.

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